Soforthilfe-Darlehen für Unternehmen in Sachsen

Sachsen hilft sofort Soforthilfe-Darlehen in der Coronakrise

Nach anderen Bundesländern wie z. B. Bayern hat jetzt auch in Sachsen unter dem Titel „Sachsen hilft sofort“ ein Soforthilfe-Darlehen-Programm für Einzelunternehmer, Kleinstunternehmer und Freiberufler ins Leben gerufen. Mit dem Darlehen sollen die Auswirkungen des Corona-Virus, wie unverschuldete Umsatzrückgange abgefedert werden. Die Darlehensanträge können ab heute (23.03.2020) über die Sächsische Aufbaubank- Förderbank (SAB) gestellt werden.

Soforthilfe-Darlehen Unternehmen in Sachsen Coronakrise

Antragsberechtigung für Soforthilfe-Darlehen in Sachsen

Antragsberechtigt sind Einzelunternehmer, Keinstunternehmen und Freiberufler mit einem Jahresumsatz oder einer Bilanzsumme bis zu 1 Million Euro. Ausgeschlossen von der Förderung sind Selbständige, die ihre Tätigkeit lediglich im Nebengewerbe ausüben sowie Unternehmen, die in der Fischerei, der Aquakultur oder der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind.

Voraussetzung für das „Sachsen hilft sofort“ Soforthilfe-Darlehen

Betriebliche Voraussetzungen sind, dass

  • das Unternehmen bis zum 31.12.2019 wirtschaftlich gesund war und der Jahresumatz für 2019 nicht mehr als 1 Million Euro betrug.
  • sich der Sitz oder die vom Umsatzrückgang betroffene Betriebsstätte im Freistaat Sachsen befinden und der Liquiditätsbedarf für diese Betriebsstätte besteht.
  • aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise mit einem Umsatzrückgang von mindestens 20% zu rechnen ist,
  • das Darlehen bei normalem wirtschaftlichen Ablauf innerhalb der Darlehenslaufzeit zurückgezahlt werden kann.
  • dieses Darlehen nicht zur Umschuldung bestehender Betriebsmittelfinanzierungen gewährt wird.

Zu beachten ist jedoch, dass Ansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz auf Entschädigungsleistungen sowie Versicherungsleistungen aus einer Betriebsunterbrechungs- oder Betriebsausfallversicherung vorrangig in Anspruch zu nehmen sind. Sobald auf Bundesebene oder seitens der Europäischen Union Förderprogramme mit einer ähnlichen Zielrichtung in Kraft treten, sind diese vorrangig in Anspruch zu nehmen.

Höhe und Konditionen des „Sachsen hilft sofort“ Soforthilfe-Darlehen

Mit dem Nachrangdarlehen soll der Liquiditätsbedarf für Unternehmen gedeckt werden, die in Folge der Coronakrise mit unverschuldeten Umsatzrückgängen zu kämpfen haben. Als Liquiditätsbedarf sind die weiterlaufenden Betriebsausgaben für zunächst vier Monate anzusetzten. Die Darlehenshöhe beträgt im Regelfall mindestens 5.000 Euro und maximal 50.000 Euro. Sofern nach Ablauf von vier Monaten nachweisbar  ein höherer Liquiditätsbedarf besteht, kann das Darlehen in begründeten Ausnahmefällen über einen Folgeantrag bis zu 100.000 Euro aufgestockt werden.

Das „Sachsen hilft sofort“ Soforthilfe-Darlehen wird zinslos für zehn Jahre gewährt. Die ersten drei Jahre sind tilgungsfrei. Sondertilgungen sind jedoch jederzeit möglich. Das Darlehen ist als Nachrangdarlehen gestaltet, so dass es als wirtschaftliches Eigenkapital gewertet werden kann. Damit wird auch der Zugang zu anderen Finanzierungsintrumenten erleichtert.

Antragsverfahren für das Soforthilfe-Darlehen

Darlehensanträge sind bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) unter Verwendung der vorgegebenen Antragsformulare (einschließlich der erforderlichen Eigenerklärung) schriftlich oder elektronisch einzureichen. Die Formulare finden Sie hier.

Eine Antragsfrist gibt es nicht. Die Bearbeitung des Antrags durch die SAB ist gebührenfrei.

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